
Plattformen, Prozesse, Menschen: Was ist am wichtigsten?
Beim Digital Workplace geht es nicht nur um Plattformen und Prozesse. Es geht um Menschen. Diese Botschaft vermittelte die Beraterin Sharon O’Dea in ihrem Vortrag auf der Bright Conference, Paris. O’Dea ist Gründerin von DWXS und Lithos Partners. Sie beobachtet, dass die Flut an SaaS-Tools den Arbeitsplatz fragmentiert hat. Die Apps, die Menschen privat nutzen, wie Netflix, Spotify oder Instagram, bieten dagegen nahtlose Erlebnisse.
Ihr Vortrag zeigte, wie wichtig es ist, die digitale Employee Journey über das Intranet als zentralen Hub zu vereinen. „Im Mittelpunkt von alldem stehen Menschen“, sagte sie. „Wir konzentrieren uns so sehr auf Technologie – aber alles, was wir im Digital Workplace tun, dient dazu, Potenzial freizusetzen.“
Sie haben Sharons inspirierenden Vortrag über einen menschlicheren Digital Workplace verpasst? Hier sind die Highlights.
Die „Toggle Tax“
Digitales ist nicht nur ein Teil unserer Arbeit. Für die meisten Menschen ist es der wichtigste Weg, Dinge zu erledigen. Ein durchschnittliches Unternehmen nutzt rund 285 SaaS-Apps. Die meisten Menschen wechseln zwischen neun oder zehn Apps. Das bedeutet rund zwölfhundert Wechsel an einem einzigen Tag.

„Jedes Mal, wenn wir wechseln, müssen wir uns neu einstellen“, sagte O’Dea. „Das nennt man die Toggle Tax – die mentalen Kosten, wenn man von einer Tätigkeit zur nächsten wechselt.“ Ist der Übergang nicht nahtlos, unterbricht jeder kleine Wechsel die Konzentration. Das ist nicht nur lästig. Die Toggle Tax, also digitale Reibungsverluste, kann sich auch auf die Mitarbeiterbindung auswirken. 49 % der Mitarbeitenden würden einen Jobwechsel in Betracht ziehen, weil die technische Ausstattung nicht gut genug ist.
Integration statt Fragmentierung
Derzeit hat fast jede App ihr eigenes Design, ihre eigene Sprache und ihre eigene Arbeitsweise. Das Ergebnis ist „ein großes Durcheinander aus uneinheitlichem Design, verwirrenden Bezeichnungen, sich überschneidenden Funktionen und unverbundenen Prozessen“, sagte O’Dea. Unsere Erwartungen an digitale Erlebnisse haben sich verändert, und Unternehmen müssen Schritt halten. Ist es zu Hause einfacher, eine Pizza zu bestellen, als im Büro einen Besprechungsraum zu buchen, ist das ein Problem. „Wenn wir wollen, dass Menschen ihr Bestes geben, müssen wir ihre Erwartungen erfüllen.“
Jede dieser Apps ist für sich genommen sinnvoll. Doch ohne Integration untergraben unverbundene Systeme unser Wohlbefinden und unsere Zufriedenheit. Das wirkt sich letztlich auch auf die Mitarbeiterbindung aus. In einem umkämpften Arbeitsmarkt ist ein nahtloses digitales Erlebnis kein Nice-to-have. Es ist ein zentraler Teil der Employee Value Proposition.
Die Lösung ist nicht, auf Apps zu verzichten. Die Lösung ist, sie in eine einzige Oberfläche zu integrieren, die Komplexität verbirgt. Mitarbeitende wollen sich nicht durch allgemeine Updates kämpfen. Mit KI-gestützter Personalisierung und gezielter Ansprache lassen sich riesige Datenmengen filtern. So erhalten Menschen genau das, was sie brauchen.
Der Mensch im Mittelpunkt gewinnt
Für die meisten von uns ist die Trennung zwischen digitaler Employee Experience und ganzheitlicher Employee Experience künstlich. Wenn unsere Systeme ansprechend, intuitiv, einfach zu bedienen und integriert sind, sehen wir echte Ergebnisse. Die Produktivität steigt. Das Engagement wächst. Menschen spüren, dass das Unternehmen ihre Zeit respektiert.
Ein wirklich menschenzentriertes Arbeitserlebnis vereint vier Funktionsbereiche:
Wir müssen Erlebnisse schaffen, die stimmig, einheitlich und wirklich hilfreich sind. Dafür braucht es einen zentralen Hub, der all diese Bereiche verbindet. Ist Ihr Intranet oder Ihre Mitarbeiter-App der zentrale Einstieg zu Informationen und Services, also zu HR, Business-Tools, Wissensaustausch und Kommunikation, dann haben Sie das komplette Ökosystem. Ihr Intranet sollte nicht nur nützlich sein. Es ist auch ein kultureller Raum und spiegelt wider, wer Sie als Unternehmen sind.
Hinzu kommt: Die Bedürfnisse jedes Mitarbeitenden sind unterschiedlich und ändern sich im Laufe des Tages. Wie lässt sich die Employee Experience an wechselnde Anforderungen und Erwartungen anpassen? „Wir müssen Empathie aufbauen, die Bedürfnisse der Nutzenden sichtbar machen und sicherstellen, dass diese Bedürfnisse unsere Designentscheidungen leiten“, sagte O’Dea.
Wichtiger als das glänzende neue Ding
Intranets sind nicht das glänzende neue Ding, sagte O’Dea, aber sie waren noch nie so wichtig wie heute. In einer Welt „verstreuter Apps ist das Intranet der zentrale Einstiegspunkt, das, was all dem einen Sinn gibt“. Hier lässt sich alles zusammenführen, von Kommunikation über Tools bis zu Ressourcen. So entsteht ein einheitliches, hochwertiges Erlebnis, das den gestiegenen Erwartungen von uns allen gerecht wird.
Das alles stützt sich auf zwei entscheidende Faktoren:
Das Intranet ist das lebendige Herz unseres Arbeitsplatzes. Folgt alles derselben Logik, fühlen sich Menschen sicher, erledigen Aufgaben schneller und sind weniger frustriert.
Es geht nicht um Technologie. Es geht darum, mit unseren digitalen Tools die Menschlichkeit an den Arbeitsplatz zurückzubringen und sie für alle einfacher, intuitiver und sinnvoller zu machen. Menschen verdienen mehr als umständliche, unverbundene Tools. Sie verdienen begeisternde, integrierte und produktive Erlebnisse, die ihren Arbeitsalltag erleichtern.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie die Möglichkeiten Ihres Unternehmensintranets voll ausschöpfen. Sehen Sie sich die Aufzeichnung von O’Deas vollständigem Vortrag an.