Employee Experiences

Employee Journey Mapping: Leitfaden und Best Practices 2026

Die meisten Organisationen wissen, wie ihre HR-Prozesse eigentlich funktionieren sollen. Eine Employee Journey Map zeigt etwas Nützlicheres: was Mitarbeitende auf ihrem Weg durch diese Prozesse tatsächlich erleben.

Neue Mitarbeitende schließen die Einführung ab, haben aber noch keinen Zugang zu wichtigen Systemen. Wer befördert wird, findet keine aktuellen Lernressourcen. Mitarbeitende vor Ort erhalten eine Ankündigung zu einer Richtlinie, können das vollständige Verfahren aber nicht einfach auf ihrem Gerät aufrufen.

Solche Lücken haben geschäftliche Folgen. Gallup schätzt, dass geringes Mitarbeiterengagement die Weltwirtschaft 2025 rund 10 Billionen US-Dollar an Produktivität gekostet hat, also etwa 9 % des globalen BIP.

Employee Journey Mapping macht diese Momente sichtbar. Dieser Leitfaden zeigt, was eine nützliche Map enthalten sollte, wie Sie sie erstellen, welche Herausforderungen typisch sind, ein praktisches Beispiel und wie Sie aus den Erkenntnissen messbare Verbesserungen der Employee Experience machen.

Was ist eine Employee Journey Map?

Eine Employee Journey Map ist eine visuelle Darstellung der wichtigsten Phasen, Touchpoints und Emotionen, die Mitarbeitende während ihres gesamten Lebenszyklus im Unternehmen erleben. Sie hilft Organisationen, die Employee Experience vom Onboarding bis zum Offboarding zu verstehen. Und sie zeigt, wo Reibungsverluste, Wissenslücken oder unverbundene Erlebnisse entstehen.

Employee Journey Mapping ist der Prozess, diese Map zu erstellen und zu validieren: mit Feedback der Mitarbeitenden, operativen Daten und dem Input von Teams wie HR, Interne Kommunikation, IT und Betrieb. Die Map soll zeigen, was Mitarbeitende wirklich erleben, und nicht nur abbilden, wie ein interner Prozess gedacht ist.

Eine nützliche Map kann Folgendes erfassen:

  • Phasen im Lebenszyklus und Ziele: Wo die Person in der Journey steht und was sie erreichen will.
  • Touchpoints und Systeme: Die beteiligten Menschen, Tools, Informationen und Prozesse.
  • Emotionen und Reibungsverluste: Wo Mitarbeitende auf Verwirrung, Verzögerungen, Lücken oder andere Hürden stoßen.
  • Verantwortung und Chancen: Welche Teams das Erlebnis prägen und wo Verbesserungen nötig sein könnten.

Der entscheidende Unterschied ist die Perspektive. Eine Map soll zeigen, was Mitarbeitende auf ihrem Weg durch HR, IT, Führungskräfte, Interne Kommunikation, Weiterbildung, Workplace-Technologie und andere Unternehmensbereiche erleben. Sie bildet nicht einfach einen HR-Workflow ab.

Employee Journey vs. Employee Journey Map

Die Employee Journey ist das Erlebnis selbst: die Interaktionen und Momente, die Mitarbeitende im Lauf der Zeit durchlaufen. Die Employee Journey Map ist die strukturierte Darstellung, mit der Teams dieses Erlebnis untersuchen, Reibungsverluste finden und erkennen, wo Veränderungen am meisten bewirken.

Ein Beispiel: Das Onboarding ist Teil der Employee Journey. Eine Journey Map dokumentiert, was neue Mitarbeitende im Onboarding tatsächlich erleben, einschließlich der Touchpoints mit HR, Führungskräften, IT, Schulungen, Workplace-Systemen und Unternehmensinformationen. Sie zeigt dann, wo dieses Erlebnis vom geplanten Prozess abweicht, etwa durch verspäteten Systemzugang, unklare Zuständigkeiten oder schwer auffindbare Ressourcen.

Was gehört in eine Employee Journey Map?

Starke Employee Journey Maps verbinden die Sicht der Mitarbeitenden mit Belegen dafür, wie Arbeit tatsächlich abläuft. Es reicht also nicht, Phasen oder HR-Meilensteine zu dokumentieren. Mit den folgenden Elementen können funktionsübergreifende Teams einheitlich prüfen, wie das Erlebnis gedacht ist und was Mitarbeitende in der Praxis erleben.

Element der MapWas dokumentieren?Warum ist es wichtig?
PhaseWo die Person im Lebenszyklus stehtZeigt, wo das Erlebnis stattfindet und was als Nächstes passieren sollte
Ziel oder BedarfWas die Person erreichen willHält den Fokus auf der Absicht der Mitarbeitenden statt auf internen Prozessen
TouchpointsInteraktionen mit Menschen, Prozessen, Inhalten und SystemenZeigt alle Stellen, die das Erlebnis prägen
Employee ExperienceWas gut funktioniert und wo Verwirrung oder Reibungsverluste entstehenMacht den Unterschied zwischen geplanter und tatsächlicher Journey sichtbar
Informationen und ToolsWelches Wissen, welche Anwendungen oder Ressourcen Mitarbeitende brauchenDeckt fehlende Zugänge, fragmentierte Informationen und unnötige App-Wechsel auf
VerantwortungWelches Team oder welche Rolle den Touchpoint prägtMacht Folgeschritte und Verantwortlichkeiten klarer
Feedback oder BelegeUmfragen, Interviews, Analytics, Support-Anfragen oder andere QuellenPrüft Annahmen anhand von Belegen
ChanceWas beibehalten, neu gestaltet, verbunden oder verbessert werden sollteMacht aus Beobachtungen eine klare Verbesserungschance

Die Map wird nützlicher, wenn Belege diese Elemente stützen. Ein Prozess kann auf dem Papier einfach wirken, während Suchdaten, Helpdesk-Anfragen oder Feedback der Mitarbeitenden zeigen, dass Mitarbeitende regelmäßig daran scheitern.

Was ist ein Employee Journey Framework?

Ein Employee Journey Framework ist eine einheitliche Struktur, mit der Organisationen Employee Journey Maps über verschiedene Gruppen, Phasen und Momente hinweg ordnen, vergleichen und bewerten.

Statt bei jedem Mapping bei null anzufangen, können Teams ein gemeinsames Framework mit mehreren Dimensionen nutzen:

  • Phasen im Lebenszyklus: Recruiting, Onboarding, Arbeitsalltag, Entwicklung, Übergänge und Austritt.
  • Entscheidende Momente: Erlebnisse mit großer Wirkung wie Tag 1, eine Beförderung, ein Wechsel der Führungskraft, die Rückkehr aus einer Auszeit oder organisatorischer Wandel.
  • Ebenen des Erlebnisses: Menschen, Prozesse, Kommunikation, Wissen, Technologie und Workplace-Systeme.
  • Belege: Feedback der Mitarbeitenden, Analytics, Support-Anfragen, Suchverhalten und Workflow-Daten.
  • Gewünschte Ergebnisse: Verbesserungen wie schnelleres Onboarding, leichterer Wissenszugang, stärkeres Engagement, höhere Abschlussquoten oder bessere Mitarbeiterbindung.

Das Framework schafft Einheitlichkeit in der ganzen Organisation. Die einzelne Journey Map wendet diese Struktur auf eine bestimmte Gruppe, Phase oder einen bestimmten Moment an.

Diese Unterscheidung ist besonders in globalen Großunternehmen nützlich. Ein gemeinsames Framework ermöglicht Vergleiche, ohne anzunehmen, dass alle Gruppen die Arbeit gleich erleben.

So erstellen Sie eine Employee Journey Map

Eine nützliche Employee Journey Map entsteht in sechs Schritten. Am besten funktioniert es, wenn Teams mit einem konkreten Erlebnis beginnen, es mit Belegen validieren und klar festlegen, wer für die nächsten Schritte verantwortlich ist.

1. Die Journey festlegen, die Sie verstehen wollen

Versuchen Sie nicht, den gesamten Lebenszyklus auf einmal abzubilden. Je größer der Umfang, desto schwerer lässt sich aus der Map etwas ableiten. Beginnen Sie mit einer konkreten Frage, einer Mitarbeitergruppe oder einem Moment mit echter geschäftlicher Bedeutung.

Zum Beispiel:

  • Onboarding neuer Mitarbeitender
  • Schulungen für Mitarbeitende vor Ort
  • Rückkehr aus der Elternzeit
  • Interne Mobilität
  • Wechsel der Führungskraft
  • Offboarding

Legen Sie dann fest, welches Ergebnis die Organisation verstehen oder verbessern will.

Beim Onboarding könnte die Frage etwa lauten: Haben neue Mitarbeitende in den ersten 30 Tagen Zugang zu den Systemen, Informationen, Schulungen und Menschen, die sie brauchen? Ein klarer Umfang macht leichter erkennbar, welche Belege, Stakeholder und Touchpoints in die Map gehören.

2. Relevante Mitarbeitergruppen festlegen

Eine einzige generische Persona kann wichtige Unterschiede verdecken. Unterteilen Sie die Journey dort, wo Rolle, Standort, Abteilung, Karrierephase, Sprache, Gerätezugang oder Arbeitsumfeld das Erlebnis deutlich verändern.

Ein Beispiel: Mitarbeitende in der Zentrale durchlaufen das Onboarding mit Laptop, E-Mail und Desktop-Anwendungen. Mitarbeitende vor Ort sind dagegen auf mobilen Zugang zu Schichtplänen, Richtlinien, Schulungen, Ankündigungen und der Unterstützung ihrer Führungskraft angewiesen.

Dieser Unterschied zeigt sich bei FM Logistic: Dort arbeiten Büro- und operative Teams in mehreren Ländern. Der LumApps-Hub unterstützt 14 Sprachen, mehr als 11.600 aktive Nutzende und über 2.180 mobile Nutzende. Mitarbeitende greifen so von ihren Geräten auf News, Communitys und tägliche Arbeitsanwendungen zu.

Wer diese Unterschiede in der Map abbildet, vermeidet, ein Erlebnis, das für eine Gruppe funktioniert, für alle zu verallgemeinern.

3. Phasen, Momente und Touchpoints abbilden

Dokumentieren Sie als Nächstes die Abfolge der Erlebnisse und die Menschen, Systeme und Informationen an jedem Punkt. Wichtige Touchpoints können sein:

  • Menschen und Teams: Führungskräfte, HR, IT, Interne Kommunikation, Betrieb und Weiterbildungsteams.
  • Systeme und Ressourcen: Workplace-Systeme, Geschäftsanwendungen, Richtlinien, Wissen und Mitarbeiter-Communitys.

Die erste Onboarding-Woche könnte zum Beispiel umfassen: Zugangsdaten erhalten, die Führungskraft kennenlernen, Pflichtschulungen absolvieren, Informationen zu Benefits finden, relevanten Communitys beitreten und rollenspezifische Tools nutzen.

Einige der wichtigsten Schlüsselmomente der Employee Journey liegen an den Schnittstellen zwischen Teams und Systemen. Wer diese Übergaben abbildet, sieht, wo Mitarbeitende Informationen hinterherlaufen, Schritte wiederholen oder herausfinden müssen, welches Team für den nächsten Schritt zuständig ist.

4. Feedback und Belege zur Journey sammeln

Eine Journey Map, die nur auf Workshops oder internen Annahmen beruht, dokumentiert womöglich den Idealprozess statt der Realität.

Validieren Sie das Erlebnis mit Belegen wie:

  • Interviews mit Mitarbeitenden
  • Fokusgruppen
  • Gezielte Umfragen
  • Onboarding-Feedback
  • Fragen von Mitarbeitenden
  • Community-Diskussionen
  • Support-Anfragen
  • Suchverhalten
  • Plattform-Analytics
  • Daten zu Workflows oder erledigten Aufgaben

Belege sollen erklären, was in einem bestimmten Moment passiert ist und warum. Suchen Mitarbeitende immer wieder nach derselben Richtlinie, liegt das Problem vielleicht an der Auffindbarkeit und nicht an fehlenden Inhalten. Bleiben Onboarding-Aufgaben unerledigt, kann es an Zugängen, unklaren Zuständigkeiten, schlechten Erinnerungen oder einem Prozess liegen, der über zu viele Systeme verteilt ist.

LumApps-Analytics liefern eine weitere Ebene operativer Belege, denn sie zeigen, wie Mitarbeitende mit Inhalten und der Suche interagieren. Die Plattform soll umfassendere Methoden des Employee Listening und der Forschung ergänzen, nicht ersetzen.

5. Reibungsverluste, Übergaben und Lücken in der Verantwortung erkennen

Sobald die tatsächliche Journey sichtbar ist, suchen Sie die Stellen, an denen Mitarbeitende Zeit, Kontext oder Klarheit verlieren. Diese Brüche prägen oft die gesamte digitale Employee Experience. Vor allem dann, wenn Mitarbeitende zwischen unverbundenen Tools wechseln, Schritte wiederholen oder herausfinden müssen, welches Team für den nächsten Schritt zuständig ist.

Typische Formen digitaler Reibungsverluste sind:

  • Doppelte Schritte
  • Verspäteter Zugang
  • Fehlende oder widersprüchliche Informationen
  • Wiederholte Logins
  • Schlechte Übergaben zwischen Teams
  • Unklare Zuständigkeiten
  • Unterschiedliche Erlebnisse je nach Mitarbeitergruppe

Klären Sie dann, welche Teams diese Touchpoints prägen.

Die Employee Experience zieht sich oft durch HR, IT, Interne Kommunikation, Führungskräfte, Betrieb und regionale Teams. Genau deshalb kann die Verantwortung für die Employee Experience nicht allein bei einer Abteilung liegen.

Verspätete Zugangsdaten wirken aus Sicht der Mitarbeitenden zum Beispiel wie ein Onboarding-Problem. Für die Lösung müssen sich aber HR, IT und die einstellende Führungskraft abstimmen.

6. Verbesserungschancen und Verantwortung dokumentieren

Sind die wichtigsten Brüche klar, machen Sie daraus dokumentierte Verbesserungschancen. Die Map soll auf einen Blick zeigen: was Mitarbeitende erleben, was sich ändern muss, wer dafür verantwortlich ist und wie ein besseres Ergebnis aussieht.

Halten Sie für jedes relevante Problem fest:

  • Problem: Was die Mitarbeitenden erleben.
  • Verbesserung: Was sich ändern sollte.
  • Verantwortlich: Welches Team oder welche Rolle den nächsten Schritt führt.
  • Priorität: Wie dringend das Problem gelöst werden sollte.
  • Ergebnis: Wie eine bessere Leistung aussehen würde.

Verspäteter Zugang beim Onboarding gehört zum Beispiel in die Verantwortung der IT, widersprüchliche Richtlinien deuten auf fehlende Content-Governance hin. Die Map muss nicht jedes Problem sofort lösen. Sie soll einen klaren Weg von erkannten Reibungsverlusten zu konkreten Maßnahmen zeigen.

Typische Herausforderungen beim Employee Journey Mapping

Employee Journey Mapping verliert an Wert, wenn die Map zu breit, zu theoretisch oder losgelöst von Entscheidungen ist.

Zu breit über Mitarbeitende und Erlebnisse hinweg abbilden

Wer jede Phase für jede Mitarbeitergruppe erfassen will, erhält meist eine generische Map. Beginnen Sie mit einer klar definierten Journey, Gruppe oder einem wichtigen Moment. Erstellen Sie eigene Ansichten, wenn Rolle, Standort, Sprache, Gerätezugang oder Arbeitsumfeld das Erlebnis deutlich verändern.

Die Map ohne ausreichende Belege erstellen

Interne Prozessdokumentation zeigt, was passieren sollte. Interviews, Feedback, Analytics, Support-Anfragen und Verhaltensdaten zeigen, was Mitarbeitende tatsächlich erleben. Nutzen Sie beides, damit die Map die Realität abbildet und nicht nur Annahmen der Organisation.

Reibungsverluste dokumentieren, aber nicht handeln

Schwachstellen zu erkennen, bringt wenig, wenn sie nur eine Sammlung von Beobachtungen bleiben. Verknüpfen Sie wichtige Probleme mit Verantwortlichen, Priorität, Verbesserungsvorschlag, angestrebtem Ergebnis und Erfolgskriterien. Dann kann die Map Entscheidungen leiten.

Nur auf HR-Prozesse schauen

Mitarbeitende erleben die Organisation über HR, IT, Kommunikation, Führungskräfte, Betrieb, Wissen und Technologie hinweg. Beziehen Sie die Übergaben zwischen diesen Bereichen ein. Viele hartnäckige Probleme entstehen zwischen Systemen und Teams, nicht innerhalb eines einzelnen HR-Prozesses.

Die Map veralten lassen

Prozesse, Tools, Strukturen und Bedürfnisse der Mitarbeitenden ändern sich. Überprüfen Sie wichtige Maps nach größeren Technologiewechseln, Reorganisationen, Richtlinien-Updates, Veränderungen in der Belegschaft oder neuen Belegen, die auf ein verändertes Erlebnis hindeuten.

Beispiel für eine Employee Journey Map

Nehmen wir eine Organisation, die das Onboarding-Erlebnis neuer Mitarbeitender abbildet. Die Journey beginnt mit der Annahme des Angebots und dem Pre-Boarding. Dann folgen der erste Tag, Systemzugang, Pflichtschulungen, Check-ins mit der Führungskraft, die Suche nach Richtlinien und Fachleuten sowie die Meilensteine nach 30, 60 und 90 Tagen.

Der geplante Prozess wirkt vielleicht gut abgestimmt. Das tatsächliche Erlebnis kann aber anders aussehen:

  • Die IT-Zugangsdaten kommen erst nach dem ersten Arbeitstag.
  • Richtlinien sind über mehrere Ablagen verteilt.
  • Pflichtschulungen sind schwer zu finden.
  • Die Führungskraft sieht nicht auf einen Blick, welche Onboarding-Aufgaben erledigt sind.
  • Mitarbeitende vor Ort können nicht alle Ressourcen auf ihrem Gerät aufrufen.

Die Organisation kann dann jeden Reibungspunkt mit einer Verbesserung verknüpfen. Ein zentraler Onboarding-Ort zeigt Aufgaben und Ressourcen im passenden Kontext. Integrierte Onboarding-Workflows koordinieren Zugänge, Freigaben, Erinnerungen, Schulungen und das Follow-up der Führungskraft über Systeme hinweg.

Klarere Zuständigkeiten schließen Lücken zwischen HR, IT und Führungskräften. Mobiler Zugang und kontextbezogene Erinnerungen helfen Mitarbeitenden vor Ort, Pflichtschritte zu erledigen.

National Veterinary Associates ist ein praktisches Beispiel. LumApps dient dort als zentraler Einstiegspunkt für rund 40.000 Beschäftigte und verbindet Systeme wie Dayforce, Oracle und ServiceNow. Fast 10.000 Mitarbeitende nutzen den Hub täglich. Für neue Mitarbeitende kann dieses vernetzte Erlebnis die Zahl der Orte verringern, die sie für Gehaltsabrechnung, Benefits, IT-Support, Unternehmensinformationen und andere Onboarding-Ressourcen aufsuchen müssen.

So machen Sie aus der Map messbare Verbesserungen

Die Visualisierung ist erst der Anfang. Der Wert von Employee Journey Mapping entsteht, wenn die Organisation ihre Erkenntnisse nutzt, um das Erlebnis zu verändern.

Die wirkungsvollsten Reibungsverluste zuerst beheben

Priorisieren Sie Reibungsverluste, die große Gruppen, wichtige Geschäftsergebnisse oder wiederkehrende entscheidende Momente betreffen. Probleme, die das Onboarding bremsen, den Zugang zu wichtigen Informationen stören oder die Employee Experience dauerhaft schwächen, können sich auch auf die Mitarbeiterbindung auswirken. Sie eignen sich daher besonders für frühe Maßnahmen.

Fragmentierte Erlebnisse verbinden

Suchen Sie nach Möglichkeiten, die Übergänge zwischen Kommunikation, Wissen, Workflows und Workplace-Systemen zu verbessern. Eine Studie von Microsoft ergab: 48 % der Mitarbeitenden empfinden ihre Arbeit als chaotisch und fragmentiert. Das zeigt, wie unverbundene Tools, Informationen und Kommunikation die Reibungsverluste im Arbeitsalltag verstärken.

Häufig liegt die Ursache nicht in einem schlecht gestalteten einzelnen Tool. Sie liegt im Aufwand, den Mitarbeitende betreiben, um zwischen Tools zu wechseln, herauszufinden, wo Informationen liegen, und den Kontext selbst wiederherzustellen.

Die Wirkung jeder Änderung messen

Jede Verbesserung braucht eine klare Kennzahl. So sehen Teams, ob sich die Employee Experience nach einer Änderung tatsächlich verbessert hat. Wählen Sie Kennzahlen, die zum jeweiligen Erlebnis passen:

  • Onboarding: Abschlussquoten und Zeit bis zur vollen Produktivität.
  • Wissenszugang: Erfolgreiche Suchen und weniger wiederholte Fragen.
  • Weiterbildung: Teilnahme und Abschluss.
  • Kommunikation: Reichweite und gewünschte Aktion.
  • Digitale Prozesse: Abgeschlossene Workflows.
  • Karriereentwicklung: Teilnahme an Weiterbildung oder interne Mobilität.

Messen hilft Teams auch zu unterscheiden, welche Verbesserungen Mitarbeitende wirklich spüren und welche nur auf der Map besser aussehen.

Die Map mit dem Arbeitsplatz weiterentwickeln

Aktualisieren Sie wichtige Maps, wenn sich Prozesse ändern, neue Systeme starten, Strukturen sich verschieben, sich das Feedback der Mitarbeitenden ändert oder neue Reibungsverluste auftauchen. Sehen Sie Employee Journey Mapping als fortlaufende Verbesserungspraxis, nicht als einmaligen Workshop.

Wie Technologie die Verbesserung der Employee Journey unterstützt

Technologie wird nützlich, sobald die Map zeigt, wo Mitarbeitende Zeit, Kontext oder Zugang verlieren. Ziel ist, das Erlebnis rund um die Mitarbeitenden zu verbinden, statt einen weiteren isolierten Ort hinzuzufügen.

Informationen und Workplace-Systeme verbinden

Ein Employee Hub gibt Mitarbeitenden einen gemeinsamen Ort für Kommunikation, Wissen, HR-Ressourcen, Weiterbildung und Workplace-Anwendungen. Sie müssen nicht wissen, wo jedes System seine Informationen speichert. Das ist besonders wertvoll, wenn das Journey Mapping Fragmentierung zwischen eigentlich notwendigen Unternehmenssystemen aufdeckt.

Genuine Parts Company zeigt, wie das im großen Maßstab funktioniert. Der Hub auf Basis von LumApps verbindet mehr als 60.000 Mitarbeitende an über 17.000 Standorten. Er ist mit Microsoft, Workday und SAP Concur integriert und bietet Mitarbeitenden einen zentralen Zugang zu Informationen und Tools.

Unterstützung nach Kontext personalisieren

Im nächsten Schritt wird das vernetzte Erlebnis für jede einzelne Person relevant. Rolle, Standort, Sprache, Phase im Lebenszyklus, Abteilung und die Arbeit vor Ort oder am Schreibtisch bestimmen, welche Kommunikation, Ressourcen, Aufgaben und Tools jemand braucht.

Personalisierung hilft Organisationen, unterschiedliche Bedürfnisse in derselben vernetzten Umgebung zu bedienen, ohne jedes Mal ein eigenes Erlebnis von Grund auf zu bauen.

Wiederkehrende Reibungsverluste mit KI verringern

KI kann wiederkehrende Reibungsverluste verringern: Sie beantwortet Fragen der Mitarbeitenden, liefert verlässliche Richtlinien, empfiehlt Ressourcen, fasst Updates zusammen, übersetzt Mitteilungen und führt durch Routineprozesse.

KI sollte innerhalb des Unternehmenskontexts, der Berechtigungen und der Governance arbeiten, nicht daran vorbei. LumApps ergänzt HRIS, Weiterbildung, Collaboration, Workforce-Management und Service-Management-Systeme. Organisationen müssen also nicht jedes System auf der Journey Map ersetzen. LumApps verbindet diese Erlebnisse rund um die Mitarbeitenden und verringert den Aufwand für den Wechsel zwischen ihnen.

Employee Journeys an echten Bedürfnissen ausrichten

Eine Employee Journey Map zeigt Organisationen ganz praktisch, wo geplante und tatsächliche Employee Experience auseinandergehen.

Die stärksten Maps verbinden die Sicht der Mitarbeitenden mit Belegen zu Prozessen, Systemen, Informationen, Touchpoints und Verantwortung. Und sie führen zu etwas: klaren Prioritäten, verantwortlichen Personen und messbaren Verbesserungen.

Wer fragmentierte Momente entlang der Journey verbindet, ermöglicht schnelleres Onboarding, leichteren Wissenszugang, einheitlichere Umsetzung, stärkeres Engagement und eine stimmigere Employee Experience.

Erfahren Sie, wie die Employee-Experience-Plattform von LumApps Kommunikation, Wissen, Tools, Workflows und Support entlang der gesamten Journey rund um die Mitarbeitenden verbindet.

Sehen Sie sich eine Video-Demo an und erfahren Sie, wie der AI Employee Hub diese Erlebnisse zusammenführt.

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FAQs

Beim Employee Journey Mapping sollten Mitarbeitende und die Teams mitwirken, die für die relevanten Touchpoints verantwortlich sind. Je nach Journey sind das HR, Führungskräfte, IT, Interne Kommunikation, Betrieb, Weiterbildungsteams, regionale Führungskräfte und andere Prozessverantwortliche. Funktionsübergreifende Beteiligung hilft, Übergaben zu verstehen, statt das Erlebnis nur aus Sicht einer Abteilung zu betrachten.

Überprüfen Sie wichtige Maps regelmäßig und nach relevanten Änderungen an Systemen, Prozessen, Strukturen, Richtlinien oder im Feedback der Mitarbeitenden. Journeys mit großer Wirkung wie das Onboarding verdienen häufigere Überprüfungen, wenn Belege auf neue Reibungsverluste hindeuten.

Große Unternehmen brauchen oft mehrere Maps oder Ansichten. Mitarbeitende in unterschiedlichen Rollen, Standorten, Sprachen oder Arbeitsumgebungen nutzen womöglich andere Geräte, Systeme, Prozesse und Führungskräfte. Getrennte Maps erhalten diese Unterschiede, während ein gemeinsames Journey Framework die Methodik einheitlich hält.

Nutzen Sie einen Mix aus qualitativen und operativen Belegen: Interviews, gezielte Umfragen, Fragen von Mitarbeitenden, Support-Anfragen, Suchverhalten, Kommunikations-Analytics, Onboarding-Kennzahlen, Workflow-Daten und relevante Plattform-Analytics. Die Kombination hilft, das Gesagte mit dem tatsächlichen Erlebnis abzugleichen.

Eine Prozesslandkarte dokumentiert, wie ein Geschäftsprozess gedacht ist, meist aus Sicht der Organisation. Eine Employee Journey Map stellt in den Mittelpunkt, was Mitarbeitende auf dem Weg durch diesen Prozess tatsächlich erleben: ihre Ziele, Touchpoints, Informationsbedürfnisse, Systeme, Wahrnehmungen, Reibungsverluste und Interaktionen mit verschiedenen Teams.

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