Intranet-Inhalte: 15 starke Ideen & Strategien für Ihr Unternehmen

1. Tutorials und Schritt-für-Schritt-Anleitungen bereitstellen
Alle Mitarbeitenden sollten wissen, wie sie das Intranet richtig nutzen. Nicht alle lernen gleich schnell, wie das Unternehmensintranet funktioniert. Manche lernen am besten durch Lesen, andere müssen selbst „Hand anlegen“, bevor sie eine neue Fähigkeit sicher beherrschen. Lassen Sie Ihr Team das Intranet so kennenlernen, wie es für jede und jeden am besten passt. Machen Sie die Einführung in das System zum festen Teil des Onboardings neuer Mitarbeitender.
Neue Intranet-Nutzende möchten das Gelernte wahrscheinlich später noch einmal nachlesen. Oft brauchen sie Schritt-für-Schritt-Anleitungen, bis sie sich im System sicher bewegen. Detaillierte Tutorials zu den Funktionen, Bereichen und Rubriken, die Mitarbeitende nutzen werden, helfen neuen Kolleginnen und Kollegen, schnell durchzustarten.
Dieser Schritt wird manchmal übersprungen, weil das Erstellen von Tutorials Zeit kostet. Doch er wird das Engagement im Intranet steigern, denn Mitarbeitende sind weniger frustriert, wenn sie alle Funktionen des Intranets schnell nutzen können.
2. Content-Rollen vergeben
Als offizielle Plattform für Unternehmensnews sollte ein Intranet ein Ort sein, an dem Informationen sauber belegt, geprüft und glaubwürdig sind. Die richtigen Personen sollten über die Themen ihres Fachgebiets sprechen. Außerdem sollte Ihre Themen-Taxonomie der natürlichen Struktur Ihrer Organisation folgen.
Wer erstellt was und wo?
Wer Inhalte erstellen darf, hängt von der Organisation ab und vom Reifegrad Ihrer Internen Kommunikation. Sie können mehreren Personen Veröffentlichungsrechte geben, mit einer eigenen Content-Manager:in für das Intranet in jedem Team. Sie können den Workflow auch bei wenigen ausgewählten Admins und Content-Manager:innen bündeln, etwa im Team für Mitarbeiterkommunikation. Einige Beispiele:
- Kommunikations- und Marketingverantwortliche – Unternehmensnews und öffentliche Updates.
- C-Level und Führungskräfte – Informationen zu künftigen Zielen, Mission und Vision des Unternehmens.
- HR – HR-Inhalte im Intranet umfassen interne Angelegenheiten, Büroalltag, Recruiting, Wissensdokumentation und alles, was den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden erleichtert.
- Engineering, Produkt- und Projektmanagement – Produkt-Updates und Projektnachverfolgung.
- Alle – Denken Sie an Gruppen und Communitys, in denen alle Mitarbeitenden auf ihre Weise Autor:innen sein können. Hier teilen, kommentieren und diskutieren sie Ideen mit Kolleginnen und Kollegen. Mitarbeiterengagement entsteht, wenn Kanäle für den Austausch auf Augenhöhe und freie Diskussionen offenstehen.
3. Eine Content-Vorlage für Mitarbeitende erstellen
Manche im Team haben wenig oder keine Erfahrung mit dem Schreiben von Online-Inhalten. Etwas zu verfassen, das Kolleginnen und Kollegen, Führungskräfte und die Geschäftsleitung lesen, kann einschüchtern. Damit sie sich auf ihre Botschaft konzentrieren können, erstellen Sie in Ihrem Intranet-Content-Management-System eine Content-Vorlage, an der sie sich orientieren. So ist die Formatierung schon erledigt, und Autor:innen wissen sicher, dass alle nötigen Elemente enthalten sind.
- Die Content-Vorlage für das Intranet sollte diese Elemente enthalten:
- Eine Überschrift, die Aufmerksamkeit weckt
- Eine Zusammenfassung, die den Inhalt leicht verständlich macht
- Metadaten
- Keywords
- Mindestens ein paar Sätze im sofort sichtbaren Bereich
- Die Möglichkeit, Inhalte zu taggen
- Autoren-Tags
- Veröffentlichungsdatum
- Ein Kommentarfeld
- Die Möglichkeit, Fotos und/oder Videos hinzuzufügen
- Interne Links zu und von anderen Inhalten
Mit der Vorlage wissen Mitarbeitende, dass Form und Stil im Intranet stimmen. Sie können sich ganz auf ihre Botschaft konzentrieren.

4. Intranet-Inhalte mit klaren Richtlinien verwalten
Ohne klare Richtlinien für Intranet-Inhalte ist das Intranet schnell überladen und für Mitarbeitende schwer zu navigieren. Eine klar definierte Content-Richtlinie für das Intranet hilft, solche Probleme zu vermeiden. Eine Content-Richtlinie für das Intranet:
- Beschreibt Ihre gesamte Content-Strategie für das Intranet
- Nennt Ihre Intranet-Moderator:innen und wichtigsten Administrator:innen
- Legt die Regeln für die Beteiligung im Intranet fest
- Regelt, wer im Team für welche Arten von Inhalten im Intranet verantwortlich ist
- Legt einen Zeitplan für die Aktualisierung von Inhalten fest
Diese Struktur braucht Ihr Unternehmensintranet. Gibt es zu wenig Orientierung, droht das Ganze unübersichtlich zu werden. Empfinden Mitarbeitende zu viel Kontrolle, wollen sie sich nicht im Social Intranet einbringen.
Führen Sie Richtlinien für Intranet-Inhalte ein, aber nicht so streng, dass Mitarbeitende in ihrer internen Kommunikation keinen Spielraum mehr sehen. Kommunizieren Sie die Richtlinien Ihres Unternehmens klar an alle Mitarbeitenden.
5. Jeden Inhalt taggen
Ihr Unternehmen kann die besten Intranet-Inhalte hochladen. Finden Mitarbeitende aber nicht schnell und einfach, was sie suchen, ist das ein Problem. Eine leistungsstarke Suchmaschine hilft Ihrem Team, gesuchte Informationen schnell zu finden. Wer regelmäßig sucht, spart so jede Woche Stunden.
Dafür muss jeder Inhalt richtig getaggt sein. Verwenden Sie Suchbegriffe, die für Suchende zu diesem Thema sinnvoll sind. Je besser die Tags, desto leichter findet Ihr Team im Intranet Dokumente, Handbücher, Blogbeiträge und andere Informationen.

6. Ausführliche Mitarbeiterprofile veröffentlichen
Mitarbeiterprofile sind ein wichtiger Teil Ihrer Unternehmenskultur. Kolleginnen und Kollegen lernen sich besser kennen und erkennen die Fachgebiete der anderen. Manche brauchen einen Anstoß, um ihr Profil ausführlich auszufüllen. Sie glauben vielleicht, sie hätten nichts Besonderes über sich zu erzählen, oder halten das Profil nicht für wichtig.
Füllen Führungskräfte ihre Profile ausführlich aus, setzen sie ein Beispiel, dem alle folgen können. Wer nicht weiß, was ins eigene Profil gehört, findet in einem ausgefüllten Beispiel oft genau den Anstoß, der beim Ausfüllen des eigenen Profils inspiriert.

7. Einen Newsfeed für schnelle Updates einrichten
Das Unternehmen prägt seinen Standort, indem es Arbeitsplätze für Menschen vor Ort schafft und einen Digital Workplace für Remote-Mitarbeitende bietet. Im Unternehmen gibt es immer etwas Erwähnenswertes: Neue Mitarbeitende kommen an Bord, andere wechseln intern, ziehen zu neuen Aufgaben weiter oder gehen in den Ruhestand.
Mit Social-Intranet-Software teilen Sie im Intranet kurze Neuigkeiten, die Mitarbeitende interessant, informativ oder unterhaltsam finden. Sie sind nicht auf Geburtstage oder den Mitarbeitenden des Monats beschränkt. Der Newsfeed kann auch ein spannendes Fundstück zum Wochenstart enthalten, über das alle am Montagmorgen ins Gespräch kommen.
Teilen Sie wichtige Schlagzeilen aus Ihrer Branche, die Mitarbeitende kennen sollten. Hat jemand im Team in einem Blogbeitrag über eine Neuigkeit geschrieben, verweisen Sie im Newsfeed darauf. Ein zusätzlicher Vorteil: Sie motivieren Mitarbeitende, die Inhalte im Unternehmensintranet zu lesen und zu verarbeiten.
8. Diskussionsforen, Hilfen zur Fehlerbehebung und einen Helpdesk anbieten
Früher bestand das Internet vor allem aus Diskussionsforen – viel mehr Inhalte gab es kaum. Foren sind bis heute ein Weg, über den Gleichgesinnte Rat und Antworten zu allen möglichen Themen finden. Nicht alle Diskussionsforen im Intranet müssen sich um die Arbeit drehen. In Ihrer Unternehmenskultur ist auch Platz für eine virtuelle Kaffeeküche. Dort können Mitarbeitende „vorbeischauen“, ein nettes Wort, einen Gedanken des Tages oder einen (arbeitsplatztauglichen) Witz teilen.
Intranet-Foren helfen auch in der Entwicklungsphase eines Produkts oder Services. Teammitglieder melden dort Bugs oder andere Probleme. Das ist besonders nützlich, wenn Ihr Team Remote-Mitarbeitende in verschiedenen Zeitzonen umfasst. Alle können ihre Eindrücke und Gedanken dann teilen, wann es ihnen passt.
Im Helpdesk können Mitarbeitende mit Fragen nachsehen, ob jemand aus dem Kollegium schon eine ähnliche Situation erlebt hat. Dann ist die Antwort vielleicht schon da. Wenn nicht, stellen sie ihre Frage selbst. Meist helfen Kolleginnen und Kollegen nur zu gern, wenn sie können.

9. Mitarbeiterhandbuch, Richtlinien und Abläufe veröffentlichen
Man sieht das Unternehmensintranet leicht vor allem als soziales Werkzeug. Tatsächlich kann es viel mehr. Ein Social Intranet soll Mitarbeitenden eine Plattform bieten, auf der sie sich austauschen und die gesamte Employee Experience verbessern. Das Intranet erleichtert die Zusammenarbeit. Auch deshalb lohnt es sich, auf die sozialen Aspekte des Intranets zu achten.
Wenn sich Mitarbeitende zwanglos kennenlernen und über private Interessen und Hobbys sprechen, entstehen Beziehungen. Auch wer nicht in derselben Abteilung arbeitet, entdeckt so Gemeinsamkeiten, die über die Jobtitel hinausgehen. Diese Gespräche öffnen Türen für Teambuilding und Zusammenarbeit im ganzen Unternehmen.
10. Feedback von Führungskräften teilen
Mitarbeitende brauchen regelmäßig Orientierung und Feedback von ihren Führungskräften. Zur Aufgabe von Führungskräften gehört es, Stärken zu benennen und mit Unterstützung und Coaching dort zu helfen, wo sich Mitarbeitende noch verbessern und weiterentwickeln können.
Leider gehen viele Führungskräfte im Tagesgeschäft unter und haben wenig Zeit für diesen wichtigen Teil ihrer Arbeit. Hat ein Team oder eine Person besonders viel geleistet, kann das Lob öffentlich im Intranet geteilt werden. Das spornt auch andere zu Höchstleistungen an.
Muss eine Führungskraft über Verbesserungsbedarf sprechen, gehört dieses Gespräch in einen vertraulichen Rahmen. Es hilft der Stimmung im Unternehmen nicht, jemanden vorzuführen oder ihn „durch Bloßstellen zu besserer Leistung zu bringen“. Das führt nur zu Verletzungen, Haltungsproblemen und Kündigungen.

11. Inhalte für einzelne Teams anbieten
Nicht alle Inhalte im Mitarbeiterintranet betreffen alle gleichermaßen. Manches lässt sich für bestimmte Gruppen oder Teams personalisieren, je nach Zielen, Interessen oder Projekten.
Richten Sie Teambereiche im Intranet ein. Dort kann jemand ein Firmen-Softballteam oder ein anderes gemeinsames Event ins Leben rufen, Anmeldungen für Schulungen zu [Thema x] sammeln oder alle Mitglieder eines Projekts auf den neuesten Stand bringen.
12. Zugang zu externen Ressourcen bieten
Ihr Team braucht vielleicht hochwertige Inhalte von Branchenexpert:innen und andere Ressourcen, die nicht im eigenen Haus entstehen. Es hilft sehr, im Unternehmensintranet Links zu hochwertigen Quellen bereitzustellen, damit Mitarbeitende keine Zeit mit der Suche nach Antworten verlieren, die sich in bestimmten Ressourcen leicht finden lassen.
Findet jemand im Team eine besonders nützliche externe Quelle, kann er oder sie den Link mit einer kurzen Beschreibung hochladen. So haben alle Zugriff auf die Information.
13. Updates zum Unternehmensintranet teilen
Wird das Intranet aktualisiert oder neu gestaltet, kündigen Sie das im Intranet an! Informieren Sie Mitarbeitende ebenso, wenn das Intranet wegen geplanter Ausfallzeiten nicht verfügbar ist.
Ihr Team soll dieses Tool regelmäßig nutzen. Ist es nicht verfügbar, wenn jemand es braucht, riskieren Sie Frust. Manche kommen nach der Unterbrechung vielleicht nicht mehr ins Intranet zurück.

14. Leserinnen und Leser gewinnen und halten
Sicher wissen Sie: Lange Artikel mit endlosen Absätzen halten die Aufmerksamkeit von Mitarbeitenden nicht lange. Mit diesen Tipps für Ihre Content-Strategie wecken Sie das Interesse Ihrer Leserschaft und halten es:
DO:
- Prägnante Titel – Ein kurzer, einprägsamer Titel mit dem zentralen Keyword
- Beschreibung – Setzen Sie eine Zusammenfassung oder Einleitung an den Anfang, damit Lesende das Thema schnell erfassen
- Direkt sein – Kommen Sie ohne viele Füllwörter auf den Punkt
- Kurze Absätze – Teilen Sie Ihren Text in Absätze mit jeweils einer Idee. Ist die Idee erklärt (drei bis fünf Sätze), beginnen Sie einen neuen Absatz.
- Dateien hochladen – Wählen Sie einfache Dateinamen, die den jeweiligen Inhalt widerspiegeln.
- Ansprechende visuelle Inhalte ergänzen – Werten Sie Ihre Inhalte mit Fotos, Videos, Grafiken oder Folien auf. Das macht Ihren Text für die Leserschaft interessanter. Mit Alt-Texten erscheinen die visuellen Inhalte auch in den Ergebnissen der Intranet-Suche.
DON'T:
- Anonyme Benachrichtigungen verwenden – Richten Sie Benachrichtigungen direkt an die Empfänger:innen. Mitarbeitende wollen wissen, dass eine Nachricht speziell an <i>sie</i> gerichtet ist, bevor sie handeln.
- Pauschale Benachrichtigungen senden – Legen Sie vorab fest, wer bestimmte Artikel und Informationen erhalten soll, und erstellen Sie Verteilerlisten für bestimmte Gruppen, Teams oder Standorte. Nicht alles muss sofort an das ganze Unternehmen gehen.
- Informationen mehrfach senden – Organisieren Sie Ihre Gruppen so, dass sie sich kaum oder gar nicht überschneiden.
- Diskussionen abwürgen – Bieten Sie beim Teilen von Artikeln einen Kommentarbereich an und laden Sie Lesende ein, ihre Gedanken zu teilen und Fragen zu stellen.
15. Eine Richtlinie zum Löschen von Intranet-Inhalten festlegen
Ein wichtiger, oft übersehener Teil Ihrer Content-Strategie für das Intranet: Wann werden veraltete Inhalte gelöscht? Solche Inhalte lassen sich archivieren oder löschen. Ihre Intranet-Administrator:innen brauchen Richtlinien für den Umgang mit veralteten Inhalten. Sie können zum Beispiel handeln, wenn ein Inhalt eine bestimmte Zeit lang nicht aufgerufen wurde.
Wird ein Inhalt nicht mehr genutzt, ist es vielleicht Zeit, ihn zu archivieren oder zu löschen. Gehen Sie dabei aber vorsichtig vor. Manche Materialien wie Referenzhandbücher werden naturgemäß selten aufgerufen. Das Datum des letzten Zugriffs sagt also nicht alles.
Andere Inhalte können ein Ablaufdatum erhalten. Dann wird die Autorin oder der Autor benachrichtigt, dass der Inhalt aktualisiert werden muss, sonst wird er archiviert oder gelöscht. Manche Inhalte im Unternehmensintranet gelten als zeitlos, etwa allgemeine Willkommensnachrichten oder das Vision Statement des Unternehmens. Diese werden nicht zum Archivieren oder Löschen markiert.
Weitere Tipps finden Sie in unseren 15 Best Practices für das Intranet.
Zum Schluss: Bei Interner Kommunikation geht es nicht nur darum, Informationen bereitzustellen. Es geht auch darum, wie alle in der Organisation die Informationen aufnehmen und ob sie wirksam vermittelt werden. Und es geht darum, Inhalte zu teilen, die die Sichtbarkeit Ihrer Marke positiv stärken. Ihr Unternehmensintranet ist ein wichtiges Werkzeug für all diese Ziele. Die vorgestellten Ideen und Strategien für Intranet-Inhalte können Teil Ihrer Strategie für Interne Kommunikation sein, mit der Sie Ihr Team einbinden und für den Unternehmenserfolg motivieren.
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