7 Merkmale eines erfolgreichen Digital Workplace

Wie bei jeder tiefgreifenden Veränderung scheitern Digital Workplaces oft an einer Lücke im Programm. Die Ursache reicht von einer unklaren Gesamtstrategie bis zu geringem Engagement der Mitarbeitenden. Doch „erstklassige“ Digital Workplaces haben gemeinsame Merkmale, die die Arbeitsweise eines Unternehmens wirklich verändern.
1. Eine klare Vision
Die erfolgreichsten Digital Workplaces haben eine klare, prägnante Vision für die Zukunft.
Diese Vision kann Teil der Unternehmensmission sein oder ein Leitbild für ein mehrjähriges Veränderungsprogramm. In jedem Fall ist sie der Nordstern jeder Transformationsinitiative.
Alle Entscheidungen im Transformationsplan beziehen sich auf die Vision: von den Zielen der Programmstrategie bis zu Anwendungen, Anwendungsfällen und dem Design der Benutzeroberfläche. Jede Überlegung führt am Ende auf einen klar formulierten Zweck zurück.
Interessanterweise wird dieser Aspekt bei der Planung eines Digital Workplace oft übersehen. Dabei ist er der wichtigste.
2. Starkes Governance-Framework und Ressourcen
Erstklassige Digital Workplaces pflegen gesunde Governance-Programme, die sich weiterentwickeln, und verfügen über die nötigen Ressourcen, um zu handeln.
Ein klar definiertes Governance-Framework zahlt sich über die gesamte Lebensdauer Ihres Digital Workplace aus.
Bedenken Sie: Wenn sich das Governance-Programm vom Launch bis ins erste Jahr weiterentwickelt, kann es weit über technische Ergebnisse hinaus positiv auf das Geschäft wirken.
Gute Steuerung wägt Entscheidungen über verschiedene Verantwortungsebenen ab, mit den passenden Stakeholdern pro Ebene. Bewährt hat sich ein Modell, das Stakeholder nach strategischer Verantwortung, operativen Anforderungen und taktischer Umsetzung/Interaktion gliedert, passend zur Kultur der Organisation.
3. Liefert klaren Geschäftswert
Der Wert für die Organisation ist klar definiert und auf Vision und Mission ausgerichtet.
Die erfolgreichsten Digital Workplaces legen klare Ziele fest, die zur Vision passen. Die besten bestimmen dafür einen Umsetzungszeitraum von einem Jahr.
So entstehen ein klarer abgegrenzter Governance-Scope, ein Fokus auf Anwendungsfälle und eine gezielte Designumsetzung. Gleichzeitig gibt es weniger Anpassungsentscheidungen, weil von Anfang an klare, messbare Leitplanken gelten.
4. Führungskräfte als Champions
Transformation ist für jede Organisation ein großes Risiko und braucht eine starke, aktive Führung.
Das Wort „Champion“ ist hier bewusst gewählt. Eine Schirmherrschaft als reine Formalität wiegt Mitarbeitende in falscher Sicherheit. Damit Vertrauen in einen Veränderungsprozess entsteht, müssen Führungskräfte offen und transparent über die Aktivitäten sprechen, häufig kommunizieren und den Weg nach vorn feiern.
Führungskräfte müssen die Initiative vorantreiben und den Erfolg ihrer Application Owner und Programmstrateg:innen sichern. Wenn Hindernisse auftauchen, helfen Executive Champions weiter. Sonst fressen konkurrierende Prioritäten in der Organisation Zeit, Aufmerksamkeit und Ressourcen auf.
5. Anwendungsfälle mit echtem Nutzen
Warum werden manche Digital Workplaces zu lebendigen Zentren für Nutzung, Zusammenarbeit, Gespräche und Engagement? Die Antwort: Nutzen.
Damit ein Digital Workplace erfolgreich ist, muss er die zeitlose Frage positiv beantworten: „Ist das nützlich für mich?“
Viel zu oft setzen Digital Workplaces auf zu viele Anwendungsfälle zum reinen Konsumieren. Ein überwältigender Berg an News und Ankündigungen versperrt Nutzenden den Weg zu wirklich nützlichen Informationen.
Ein anderer Fehler: Der Fokus liegt zu stark auf Design und einem markenkonformen Erlebnis, um einzelne Führungskräfte zufriedenzustellen. Solche Implementierungen scheitern immer. Sie schaffen keinen greifbaren Geschäftswert, der die Arbeitsweise der Mitarbeitenden verändert.
6. Mitarbeitende gezielt unterstützen
Für grundlegende Veränderungen helfen erstklassige Digital Workplaces den Mitarbeitenden, Teil einer neuen Zukunft zu werden.
Unterstützung ist eine Grundlage jeder Veränderung. Erstklassige Application Owner bauen interne Kommunikations- und Supportprogramme als Teil der digitalen Strategie auf. Das mindert Ängste vor Veränderung, wenn die Transformation Gestalt annimmt. Außerdem können Mitarbeitende über regelmäßige Feedbackschleifen wertvolle Impulse geben.
Programmverantwortliche sollten diesen Ort mit relevanten Informationen, Schulungen und Mitteilungen füllen. So entsteht ein zentraler Hub, über den Mitarbeitende die laufenden digitalen Pläne verstehen. Mit solchen Strategien lassen sich selbst hartnäckige Digital-Skeptiker zu Change Champions machen.
7. Programmstrategie und Roadmap
Die Programmstrategie ist das Herzstück der Transformation, inklusive organisatorischer Bereitschaft, Messplanung und Governance. Vor allem ist sie die Roadmap in die Zukunft.
Die besten digitalen Strategien schaffen ein lebendiges Programm in der Organisation. Sie bieten eine überzeugende Employee Experience, die auch das Kundenerlebnis verändert.
Gute Application Owner behandeln die Transformation deshalb nicht als Projekt (mit festem Enddatum), sondern als fortlaufendes Programm.
Fazit:
Erfolgreiche Digital Workplaces haben viele gute Eigenschaften. Die herausragendsten bringen alle 7 Merkmale stimmig zusammen.
Die Transformation Strategy Pyramid ist ein Tool, das ich seit zehn Jahren nutze, um Gedanken und Empfehlungen für meine Kund:innen zu strukturieren. Bei Transformationsinitiativen zeigt sie die Nachvollziehbarkeit von Vision + Entscheidung + Handlung.

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