Im Bautagebuch wird der Fortschritt eines Bauprojekts festgehalten. Es dient der Dokumentation und Überwachung des Baus und sämtlicher Details der Arbeit, wie etwa beschäftigten Fachkräften, verwendetem Material und Daten zu Wetter und äußeren Umständen. Im Bautagebuch halten meist Architekten oder Bauleiter Meilensteine und Mängel fest. Für einige Projekte ist das Führen eines Bautagebuchs verpflichtend, während es bei anderen zwar freiwillig, aber sehr ratsam ist, den Baufortschritt auf diese Weise zu dokumentieren.

Im Bautagebuch wird der Fortschritt eines Bauprojekts festgehalten. Es dient der Dokumentation und Überwachung des Baus und sämtlicher Details der Arbeit, wie etwa beschäftigten Fachkräften, verwendetem Material und Daten zu Wetter und äußeren Umständen. Im Bautagebuch halten meist Architekten oder Bauleiter Meilensteine und Mängel fest. Für einige Projekte ist das Führen eines Bautagebuchs verpflichtend, während es bei anderen zwar freiwillig, aber sehr ratsam ist, den Baufortschritt auf diese Weise zu dokumentieren.
Später sind so alle Phasen und Vorgänge während des Baus nachvollziehbar. Spätestens wenn es zu Verzögerungen oder gar rechtlichen Streitigkeiten kommt, ist das Bautagebuch ein entscheidendes Dokument, das auch als Beweis vor Gericht herangezogen werden kann.
Das Bautagebuch ist Bestandteil der Bauakte, die weitere Dokumente rund um das Projekt enthält, wie etwa den zugehörigen Schriftverkehr zwischen beteiligten Parteien, Pläne oder technische Zeichnungen. Bauprotokolle gehören ebenfalls in die Bauakte, hier werden Besprechungen auf und um die Baustelle sowie dort getroffene Entscheidungen festgehalten. Auch der Bautagebericht ist Teil der Akte. Dieser ist dem Bautagebuch ähnlich, wird aber oberflächlicher geführt und dient etwa Handwerkenden zum Nachweis erbrachter Stunden.

Es ist nicht grundsätzlich verpflichtend, ein Bautagebuch zu führen. Entscheidend ist hierfür die vertragliche Grundlage des Bauvorhabens. Sowohl BGB als auch die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) geben keine klare Anweisung zum Führen eines Bautagebuchs.
Bezieht sich der Bauvertrag jedoch auf die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), ist ein Bautagebuch meist obligatorisch. In den Vorschriften für die dort ausgeführten Leistungsphasen zur Grundleistung der Dokumentation des Bauablaufs ist geregelt, dass der Baufortschritt entsprechend dokumentiert werden muss. In diesem Fall kann das Bautagebuch bei späteren Rechtsstreitigkeiten oder Haftungsfragen auch als Beweismittel herangezogen werden.
Generalunternehmen oder Bauträger müssen sich nicht an die Leistungsphasen der HOAI halten und sind daher auch nicht zum Führen eines Bautagebuchs verpflichtet. Allerdings hat der Bauherr einen Anspruch auf diese Dokumentation – gegebenenfalls ist es also sinnvoll, dieses zusätzlich vertraglich zu regeln. Auch verschiedene Qualitätsnormen oder Baugenehmigen können ebenfalls Bautagebücher verlangen.
Es gibt keine Vorgabe dazu, wie oft das Bautagebuch ausgefüllt werden muss. Sinnvoll ist es jedoch, dranzubleiben und den Baufortschritt täglich oder spätestens bei jedem Besuch auf der Baustelle zu dokumentieren. Das erleichtert es, später Details nachzuvollziehen, die im späteren Bauverlauf nicht mehr sichtbar sind, wie etwa Leitungen oder Arbeiten am Rohbau.
In der Vorbereitung können Materiallieferungen und die Vorbereitung der Baustelle dokumentiert werden. Qualitätskontrollen und Inspektionen erleichtert ein gut geführtes Bautagebuch, und insbesondere nach Abschluss des Baus ist die detaillierte Dokumentation hilfreich. Nicht nur bei Rechtsstreitigkeiten, sondern auch, wenn nachträglich noch etwas am Bau verändert werden soll oder neue Anforderungen etwa zu Wärme und Dämmung umgesetzt werden müssen.
Verschiedene Akteure des Bauprojekts haben dabei verschiedene Interessen am Bautagebuch:
Bauherren:
Architekt:innen:
Bauunternehmen:
Bauleiter:in und Projektmanager:in:
Rechtliche und finanzielle Expert:innen:
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Es ist nicht gesetzlich oder in der HOAI geregelt, welche Informationen ein Bautagebuch im Detail enthalten muss und ob es analog oder als digitales Bautagebuch angelegt werden muss.
Daher ist es sinnvoll, dieses vertraglich zu regeln, um spätere Unstimmigkeiten zu vermeiden. In jedem Fall gehören in ein Bautagebuch nur die Fakten um den Bau, keine Vorhaben oder Eventualitäten.
Sinnvolle Informationen im Bautagebuch sind beispielsweise:
Das Bautagebuch ist ein wichtiges Dokument, das auch lange nach Abschluss des Baus noch für Informationen herangezogen werden kann. Umso wichtiger ist es, dass es sorgfältig angelegt und geführt wird. Je einfacher es die Personen haben, die Einträge im Bautagebuch vornehmen, umso besser gelingt ein aussagekräftiges Bautagebuch.
Klassische Probleme beim Führen eines Bautagebuchs sind:
Viele dieser Fehlerquellen lassen sich mit einem digitalen Bautagebuch ganz einfach vermeiden. Das Ausfüllen von Papier-Bautagebüchern ist wesentlich aufwendiger, außerdem kann Papier nass werden, durcheinander geraten oder gleich ganz verloren gehen.
Ein digitales Bautagebuch bietet mehr Flexibilität: Unterschriften können von verschiedenen Parteien auch dezentral eingeholt werden, alle, die Zugriff benötigen, können diesen überall und jederzeit erhalten, sich wiederholende Informationen können automatisiert ergänzt werden. Idealerweise haben Bauleiter:in oder Architekt:in die Möglichkeit, das Bautagebuch gleich vor Ort am Tablet auszufüllen.
Die Digitalisierung steht im Bausektor noch ganz am Anfang, bietet aber auch hier viele Chancen für Unternehmen und Bauarbeitende. Vor allem im Bereich Transparenz und Kommunikation sind digitale Lösungen ein echter Game-Changer. Digitale Plattformen erleichtern die Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten, da Informationen in Echtzeit geteilt werden können. Das verbessert die Transparenz und reduziert Missverständnisse. Ein digitales Bautagebuch beispielsweise steht allen Beteiligten in Echtzeit zur Verfügung und kann jederzeit bearbeitet oder auch nur mit Leseberechtigung geteilt werden. Das sichert die Qualität der Dokumentation, da das Führen eines aussagekräftigen Bautagebuchs deutlich erleichtert wird.
Bautagebücher sind nicht immer vorgeschrieben, aber in jedem Fall sehr wichtig für die Dokumentation des Baufortschritts. Als digitales Bautagebuch erleichtern sie die Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten, auf die man sich auch nach Abschluss des Baus weiterhin berufen und bei Bedarf auch stützen kann.
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Im digitalen Bautagebuch wird der Fortschritt eines Bauprojekts festgehalten. Es dient der Dokumentation und Überwachung des Baus und sämtlicher Details der Arbeit, wie etwa beschäftigten Fachkräften, verwendetem Material und Daten zu Wetter und äußeren Umständen.
In der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) wird die Baudokumentation mit rund einem Drittel des Honorars veranschlagt. Diese beinhaltet auch das Bautagebuch. Sofern ein:e externe:r und unabhängige:r Bauleiter:in den Fortschritt überprüft und dokumentiert, fallen die Kosten nochmals gesondert an.
Das digitale Bautagebuch wird in der Regel von Bauleiter:in oder Architekt:in geführt. Bauherren können Einsicht verlangen.
Nein, ein digitales Bautagebuch ist nicht grundsätzlich verpflichtend. Üblicherweise ist es im Bauvertrag geregelt, ob ein Bautagebuch geführt werden muss. Architekten sind ggf. nach HOAI verpflichtet, den Baufortschritt zu dokumentieren. In jedem Fall ist ein Bautagebuch aber dringend angeraten, um später jeden Schritt des Bauvorhabens nachvollziehen zu können.
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